Allgemeines zu Figuren

Das Auge spielt mit! Natürlich habe auch ich mit den Pappmarkern, die den Spielregeln beigefügt waren, angefangen zu spielen und das waren die Pappmarker der 2. Ausgabe der Regeln. Die waren noch ziemlich … unansehnlich. Daher lag es auf der Hand, eine ästhetischere Form zu finden. Im Folgenden kommen allgemeine Erwägungen zu geeigneten Figuren. Im Bereich Die Armageddon-Armee findet man hingegen handfeste Tipps und Bastelbögen für eine Armee mit Plastikfiguren.

 

Das Kapitel Selbstgemachte Figuren enthält meine Experimente mit FIMO bezüglich der Erschaffung von Fabelwesen.

Papp-Marker

Natürlich kann man Armageddon mit den – mittlerweile optisch ansprechenden - Markern spielen, die mit den Spielregeln mitgeliefert werden: Auf Pappe kopieren, ausschneiden, fertig. Aber schön sieht das nicht aus und bereits ein leichter Windzug kann dafür sorgen, dass sich die Papp-Marker über die Spielplatte verteilen!

 

Im Bereich Bastelbögen - zweidimensional stehen einige von mir geschaffene Bastelbögen zur Verfügung.

Papp-Figuren (Flachfiguren)

Eine Verbesserung ist der Einsatz von Pappfiguren (Flachfiguren). Bei Junior General werden ganze Heerscharen geeigneter Figuren in genau der richtigen Größe (ca. 25 mm hoch bzw. im Maßstab 1/72) kostenfrei zur Verfügung gestellt. Darunter befinden sich auch Elefanten, Onager, Mauern, Leitern und dergleichen. Einiges, wie z.B. die Belagerungsgeräte, muss jedoch noch verkleinert werden, um spieltauglich zu sein. Das kann man mit jedem x-beliebigen Zeichenprogramm machen, das als Zubehör zu jedem Standard-Computer mitgeliefert wird. Einfach die heruntergeladene Datei mit dem entsprechenden Programm (z.B. Paint) öffnen, die Graphik markieren und im Menü „Zerren/Strecken“ aufrufen. Aus den vorgegebenen „100%“ in Höhe und Breite kleinere (oder größere Beträge) machen. Optional kann man auch über die Seiteneinrichtung oder Druckeinrichtung Verkleinerungen vornehmen.

Plastik-Figuren

Plastik-Figuren haben – im Gegensatz zu Zinnminiaturen – den eindeutigen Kostenvorteil. Mittlerweile steht inzwischen auch eine riesige Auswahl geeigneter Figuren zur Verfügung, einschließlich Fantasy-Figuren wie z.B. Zwerge, Orks (z.B. diese hier vom Hersteller eM-4) oder Skelette. Da im Gegensatz zu "herkömmlichen" Tabletops die Figuren beim Armageddon nicht zu mehreren auf entsprechenden Basen montiert sondern einzeln bewegt werden, haben Plastikfiguren jedoch den Nachteil, dass sie leicht kippen und somit zur "Häufchenbildung" neigen. Das einzige, was hilft, ist ein Gewicht unter dem Sockel, z.B. eine metallene Unterlegscheibe. Der entsprechend vergrößerte Sockel kann wiederum jedoch dazu führen, dass die Figuren nicht mehr auf die Kleinfelder, in die Gebäude oder Geräte hinein passen. Die Qualität der Figuren ist ferner stark schwankend und vom Hersteller abhängig. Außerdem verwenden die jeweiligen Hersteller mal weichen, mal härteren Kunststoff; der weiche Kunststoff hat den Vorteil, dass Teile selten abbrechen, aber dafür blättert die Farbe schneller ab.

 

Ich kann an dieser Stelle nur den Besuch von Plasticsoldier Review wärmstens empfehlen, die fast alle je hergestellten Plastikfiguren sämtlicher Hersteller mit Abbildungen enthält, nach Perioden geordnet und ausführlich beschrieben. Die Fantasy-Figuren hat man dort allerdings etwas versteckt. Zu empfehlen ist auch die umfangreiche Linkliste.

 

Es werden auch regelmäßig gebrauchte - bemalte und unbemalte - Figuren im Internet versteigert, z.b. bei eBay


Download
Geeignete Plastik-Figuren für Armageddon (Stand: 19.12.2016)
Die Excel-Datei enthält eine Übersicht über Plastikfiguren, die für Armageddon geeignet sind, die fett hinterlegten am ehesten.
Kopie von Plastik-Figuren+fuer+Arma.xls
Microsoft Excel Tabelle 124.0 KB

Als "Äxte" kann man natürlich auch Figuren mit Streitkolben, Morgensternen, Knüppeln oder anderen stumpfen Schlagwaffen verwenden. Figuren mit Wurfspeeren sollten hingegen als "Lanzen" verwendet werden, nicht als Bögen. Figuren mit Schwertern sind - egal ob kurz, lang oder breit - immer "Schwerter". Figuren mit Schleudern kann man als "Bogen" verwenden. Figuren, die zwei verschiedene Waffen tragen (z.B. ein Schwert und eine Lanze) sollte man entweder als Held oder Recke verwenden oder man entfernt eine der beiden Waffen. Figuren mit Standarten oder Musikinstrumenten oder unbewaffnete Figuren kann man für Helden und Recken einsetzen.

 

Pferde mit Panzerungen oder Kamele stehen für schwere Pferde. Geeignete Figuren für Quadrigen und Elefanten sowie Mammute findet man im Bereich Pferde, Reiter, Quadrigen und Elefanten.

Für die, die es historisch genau nehmen, sind viele Plastik-Figuren aufgrund ihrer unhistorischen Gestaltung häufig ein Gräuel. Für den Fantasy–Fan sind sie hingegen ein Gewinn: Wikinger mit Hörnern an den Helmen, Normannen mit Bihändern oder ähnlicher Unfug, stören nicht. Ganz im Gegenteil: Anstatt sich auf historische Epochen festzulegen, sollte man eher an Klischees denken: Barbaren aus der Eiswüste, aus dem Dschungel, aus der Steppe, aus der Wüste, Ritter, Samurai und Ninjas und König Artus und die Tafelrunde. Römische Gladiatoren geben z.B. gute Armageddon-Figuren ab. Anstelle von Pferden und Elefanten kann man auch Saurier oder anderes Getier als Reittiere verwenden (z.B. Fledermäuse). Gut geeignet sind die Bullyland Mikrofiguren.


Fast alle (historischen) Figuren kann man sich bei Plasticsoldier Review im Detail anschauen (auch den kompletten Gussast), bei ähnlichen Figuren auch die Größenunterschiede. Elfen, Zwerge und Orks sind im Bereich „Odd figures“ versteckt. Allerdings fehlen die Figuren von Redbox. Auf dieser englischsprachigen Website findet man  Anregungen und Bezugquellen zu diversen preiswerten Fantasy-Figuren: Cheap fantasy minis!

 

Wenn einem die Art der Figuren egal ist, kann man natürlich z.B. Griechen, Wikinger und Ritter bunt durcheinander mischen. Wem das nicht gefällt ("Das Auge spielt mit!"), der kann trotzdem Figuren verschiedener Epochen und Kulturen miteinander mischen, ohne dass dies groß auffällt. So genau werden die Figuren dann doch nicht betrachtet. Außerdem handelt es sich schließlich um Fantasy. Um alle Figuren abzudecken, muss man ohnehin Kompromisse schließen. Häufig fehlen Äxte und Axtreiter sowie schwere Pferde, mitunter auch Bögen. Streitwagen gibt es nur in der Antike. Es gibt auch zahlreiche Figuren mit "leeren Händen", in die man statt des Schwertes oder Speers auch eine Axt stecken kann. Im Einzelnen:

 

Ägypter

Ägypter sind in Bezug auf Fußkrieger eine praktische Wahl, da auch ausreichend Axtkrieger vorhanden sind. Zudem existiert eine recht große Auswahl verschiedener Hersteller und es gibt immer wieder sehr preiswerte Angebote der alten Atlantic-Figuren bei eBay. Man kann sie mit Libyern und Nubiern ergänzen. Die ägyptischen Streitwagen sind allerdings unbrauchbar, da nur Zweispänner.


Was fehlt, sind Reiter. Für Lanzenreiter und leichte Pferde könnte man Numider nehmen. Als schwere Pferde eignen sich die der Parther, der Sarmaten oder spätrömische Kataphrakten. Wer es möglichst authentisch mag, macht aus Fußkriegern durch Entfernen des Sockels und Anbringung eines Sattels mit etwas FIMO einen Reiter. Eine Alternative wären arabische Beduinen und Kamele (als schwere Pferde).

 

Alter Orient

Die Auswahl ist beschränkt: Es gibt Sumerer, Hethiter, Assyrer, Mitanni, Seevölker, Philister und Hebräer; es gibt kaum Äxte, nur wenige Reiter, aber dafür geeignete Streitwagen. Man muss die Figuren so ergänzen wie bei den Ägyptern, kann dabei aber auch auf Perser zurückgreifen.

 

Perser (Antike)

Es steht eine Reihe von verschiedenen Figuren diverser Hersteller zur Verfügung, wobei Äxte und schwere Pferde Mangelware sind.

Griechen und Trojaner
Griechen und Trojaner

Minoer, Mykene und Troja, Seevölker

Es gibt einige Figuren, die sich auch kombinieren lassen. Auch hier findet man immer wieder preiswerte Angebote alter Atlantic-Figuren bei eBay. Man kann auch auf Iberer oder italische Figuren sowie die Verbündeten der Karthager zurückgreifen. Es mangelt an Reitern und Äxten, schwere Pferde fehlen.

 

Griechen und Mazedonen

Für die typischen Griechen und Mazedonen stehen zahlreiche Figuren zur Verfügung. Aber auch hier mangelt es an Äxten, Axtreitern und schweren Pferden und man muss das Heer mit Parthern ergänzen. Die Minoer und Trojaner enthalten auch einige Axtkrieger.


Römer

Republikanische Römer können mit Italern (Verbündete Karthagos) ergänzt werden, aber es gibt keine Äxte, Axtreiter und schwere Pferde. Auch hier muss man auf Parther, Sarmaten oder spätantike Kataphrakten zurückgreifen. Viele Figuren enthalten „leere Hände“, in die man statt des vorgesehenen Pilums und Schwertes auch eine Axt stecken könnte.

 

Für das imperiale Rom steht zwar eine Fülle von Figuren zur Verfügung, aber es besteht das gleiche Problem wie bei den republikanischen Römern.

 

Die ziemlich unhistorischen Römer von Atlantic sind häufig sehr preiswert bei eBay zu bekommen. Es gibt auch Reiter, aus denen man Axtreiter machen kann und Quadrigen. Die Gladiatoren geben geeignete Axtkrieger ab.

Römer
Römer

Reiter und Kamele von Hät (El Cid-Reihe) und Italeri
Reiter und Kamele von Hät (El Cid-Reihe) und Italeri

Araber

Die Auswahl ist nicht besonders groß, enthält aber alle Figuren außer Streitwagen. Auch hier fügen sich die Parther mit ihren schweren Pferden gut ein. Man beachte auch die Mauren aus der Zeit der Zeit von El Cid und Sudanesen aus den Mahdi-Aufständen. Als schwere Pferde kann man auch Kamele verwenden.

Karthager

Der Vorteil der Karthager ist, dass es sich ohnehin um ein Vielvölkerheer handelt: Außer den Puniern kann man sie mit Numidern, Iberern, Kelten und italischen Völkern mischen. Streitwagen und schwere Pferde nimmt man von den Römern.

 

Kelten

Frühe Kelten geben ein dankbares Heer ab. Man kann sie mit Pikten und "unspezifischen" hellhäutigen Barbaren sowie Dakern und Iberern mischen und bis auf schwere Pferde sind alle Figuren erwerbbar. Die Streitwagen sind jedoch ungeeignet. "Späte" Kelten, z.B. Schotten und Iren sind rar. Man kann sie mit Wikingern und Angelsachsen auffüllen.

 

Germanen

Es gibt Germanen der klassischen und der Spätantike. Für die Germanen gilt das gleiche wie für die Kelten, ausgenommen Streitwagen. Die gibt es natürlich gar nicht und man muss auf etwas anderes zurückgreifen.

 

Wikinger und Angelsachsen

Für beide gilt, dass zahlreiche Äxte vorhanden sind; bei den Wikingern mangelt es etwas an Bögen und Reiter fehlen bei beiden völlig. Hier kann man jedoch auf Goten zurückgreifen. Die Figuren lassen sich mit Sarmaten, Goten, Franken, Byzantinern und Russen kombinieren.

 

Byzantiner

Frühe als auch späte Byzantiner sind sehr rar. Die frühen Byzantiner muss man mit Römern der Spätantike auffüllen, die späten Byzantiner mit Russen.

 

Normannen und Artverwandte

Die Figuren decken fast alles ab. Sie lassen sich mit Angelsachsen, Karolingern, Bretonen, späten Byzantinern, Spaniern aus der Ära des El Cid und Russen sowie den alten Robin-Hood- und Sheriff of Nottingham-Figuren mischen.

 

Russen und andere slawische Völker

Für sie gilt das gleiche wie für die Normannen.

 

Ritter

Das Europäische Hoch- und Spätmittelalter ist eigentlich die einfachste Art, geeignete Figuren zusammenzustellen. Bis auf Quadrigen ist alles vorhanden.

 

Damit die Figuren besser zusammenpassen, sollte man die Figuren einteilen in "Ritter mit normannischen Helmen" (Früh- bis Hochmittelalter, Osteuropa bis Renaissance), "Ritter mit Topfhelmen" (nur Hochmittelalter) und "Ritter mit gotischen Helmen" (Spätmittelalter bis Renaissance). Die ersten beiden lassen sich mischen. Man kann auch nur Kreuzritter nehmen. Die Figuren des Spätmittelalters lassen sich auch mit manchen Figuren der Renaissance mischen, z.B. Konquistadoren oder Landsknechten.


Schwarzafrikaner

Hier gibt es nicht viel Auswahl und man muss improvisieren. Für das Fußvolk nimmt man Nubier und Libyer, eventuell auch Zulu, obwohl letztere auch Gewehrschützen enthalten. Für Reiter empfehlen sich Numider, aber auch Derwisch- oder Hadendowa-Krieger aus dem Mahdi-Aufstand.

 

Steppenvölker

Es gibt Skythen, Sarmaten, Hunnen, Chasaren, Kumanen und Petschenegen sowie Mongolen. Das Problem besteht darin, dass es sich überwiegend um Reiter handelt. Man kann dieses Heer eventuell mit Dakern kombinieren. Ansonsten müsste man entweder auf Goten oder Chinesen, bzw. Koreaner zurückgreifen.

 

Frühes Amerika

Es gibt Maya, Azteken und Inka. Mangels Reittieren sind das alles Fußkrieger. Man muss sich mit Indianern oder etwas anderem behelfen (eventuell Skythen oder Hunnen) oder man entfernt die Sockel von den Figuren, formt aus FIMO einen Sattel und setzt sie auf Pferde. Man kann die Figuren übrigens auch mit Libyern mischen.

 

Chinesen und Koreaner

Es gibt nicht viele Figuren und nur wenig Reiter. Außerdem handelt es sich um Figuren über diverse Epochen. Man kann sie mit Koreanern, Japanern und Mongolen mischen. Man beachte auch die Figuren aus dem Boxer-Kreg.

 

Japaner

Es gibt eine ganze Reihe von Figuren aus verschiedenen Epochen, die sich jedoch gut ergänzen und sich vor allem mit Koreanern und Chinesen mischen lassen.

 

Inder

Für das antike Indien existieren nur wenige Figuren, für das mittelalterliche gar keine. Man muss auf Perser und Araber zurückgreifen.

 

Südostasien

Es gibt keine Figuren. Man muss auf Chinesen, Koreaner und Japaner zurückgreifen.

 

Polynesier, Melanesier und Maori

Hier gibt es keine Figuren. Die Libyer haben eine gewisse Ähnlichkeit.

 

Elben

Es gibt wenige Figuren und nur Fußkrieger. Eine Kombination ist eventuell mit Normannen oder Russen möglich. Elben aus Plastik gibt es von Caesar Miniatures,  Redbox.

 

Zwerge

Es gibt wenige Figuren. Man kann sie mit Wikingern kombinieren. Es bleibt das Problem der fehlenden Reiter. Zwerge aus Plastik gibt es von Caesar Miniatures, em4 und  Redbox.

 

Untote und Geister

Hier gibt es nur eine geringer Auswahl von Caesar Miniatures und Redbox.

Ork-Helden
Ork-Helden

Orks

Es gibt nur wenige Figuren, jedoch existieren sogar Warg-Reiter. Barbaren (Germanen, Hunnen, Mongolen) und - interessanterweise - Gladiatoren geben ebenfalls geeignete Orks ab.

 

Orks aus Plastik gibt es von Caesar Miniatures, em4 und Redbox.

 

Redbox bietet auch Warge an.

 

Zinn-Miniaturen - 15 mm

Zinnminiaturen in der Größe von 15 mm sind annähernd so preiswert wie Plastikfiguren. Sie haben den Vorteil, dass sie überall hinein passen wo sie hinein sollen, leiden aber unter dem gleichen Nachteil wie Plastikfiguren, d.h., sie kippen um. Allerdings hilft auch hier ein kleiner Sockel in der Größe einer kleinen, metallenen Unterlegscheibe. 15 mm-Figuren sind allerdings so klein, dass darunter ihre Erkennbarkeit als Axt, Lanze, Recke, etc., deutlich geringer ist. Da die Figuren einzeln angefasst werden müssen, besteht auch die Gefahr, dass Lanzen, Schwerter oder Standarten abbrechen.

Resin-Figuren

Figuren aus Resin sind besser gearbeitet als die Figuren aus Weichplastik, in der Regel jedoch 28 mm groß und das härtere Resin bricht leichter. Außerdem sind Resin-Figuren wesentlich teurer. Für eine Resin-Figur erhält man im Vergleich vier bis fünf Mal soviele Plastik-Figuren. Größter Händler von Resin-Figuren dürfte Games Workshop sein.


Zinn-Miniaturen – 25 mm

Ork-Zauberer
Ork-Zauberer

Das ist sozusagen die "Königsklasse der Figuren". Wer wirklich schöne Armageddon-Figuren haben will, wird auf letztere zurückgreifen. Er muss allerdings auch tief in die Tasche greifen. So bekommt man für den etwa gleichen Preis für vier bis sechs Zinnminiaturen etwa 30 bis 40 15-mm-Figuren oder 40 bis 50 Plastikfiguren. Außerdem gibt es eine unglaubliche Bandbreite an Figuren, insbesondere im Bereich Fantasy. Geeignete Hersteller findet man im Internet. Mein persönlicher Favorit ist Wargames Foundry, aber es gibt noch zahlreiche andere Hersteller, die hervorragende Zinnminiaturen verkaufen.

 

Aber Vorsicht! Viele Fantasy-Figuren sind bereits im Maßstab 28 mm und/oder benötigen spezielle Plastiksockel, die für Armageddon-Kleinfelder zu groß sind.

 

Man kann auch - preiswerter - seine eigenen Zinnfiguren gießen. Die entsprechenden Dinge erhält man am besten bei der irischen Fa. Prince August. Im Angabot befinden sich auch Gussformen für diverse Fantasyfiguren. Die Ergebnisse sind allerdings eher mittelmäßig. Die Produkte von Prince August kann man über deutsche Händler erwerben.

 

Zu empfehlen ist meines Erachtens die Verwendung von Zinnminiaturen für Helden (und eventuell Recken), den Zauberer und für die Fabelwesen. Letztere sind aufgrund ihrer Größe allerdings besonders teuer. Zinnminiaturen und Plastikfiguren im Maßstab 1/72 (25 mm) lassen sich ohne Weiteres mischen.

Sonstige Figuren

Mammut: Bullyland Mikrotiere, Reiter: Libyer von Caesar, Korb: FIMO Light
Mammut: Bullyland Mikrotiere, Reiter: Libyer von Caesar, Korb: FIMO Light

Da es sich bei Armageddon nicht um ein historisches, sondern ein Fantasy-Tabletop handelt, kann man auch in Gebieten wildern, die dem Wargamer sonst in de Regel verschlossen sind: Spielzeuggeschäfte! Anstelle von Pferden kann man Kamele, Bisons oder Löwen nehmen, anstelle von Elefanten und einem Teil der Fabelwesen Dinosaurier. Selbst Schlümpfe oder andere Figuren für Kinder finden ihre Verwendung. Wer weiß schon, wie ein "Wüstenzwerg" wirklich aussieht? Eine gute Quelle sind auch die Kinder-Überraschungseier. Man wird auch bei Werbeartikeln fündig. Alle Figuren, die größer sind als 4 cm, dürften nicht geeignet sein.

 

Hier noch ein kleiner Tipp: Der Zauberer als auch die Fabelwesen sollten erkennbar größer sein als die anderen Figuren.

Hier sind einige Bezugsquellen:

 

Bullyland Mikrotiere (Elefant, Mammut, Saurier,  Drachen, Bären, Eisbären, Nashörner, Ameisen und anderes Getier; die Figuren sind drei bis vier cm lang und lassen sich gut als schwere Pferde, weniger als Elefanten oder Mammuts für 25 mm-Figuren verwenden, haben jedoch die richtige Größe für 15 mm-Figuren).

 

Urzeitshop (Viele geeignet aussehende Dinosaurier.)

 

Sandspielfiguren  (Die Auswahl ist ähnlich der vorgenannten Websites. Man sollte nach "Minifiguren" Ausschau halten.

 

LITCO (Eine amerikanische Firma, die hervorragende, aber leider sehr teure Onager-Treffer herstellt.)

 

Spielautorenseite (Eine Website für Spieleautoren; der Link führt direkt zum Bereich "Materialquellen")

 

Spieleteile-area (Hier werden u.a.  gebrauchte Spielfiguren für Brettspiele verkauft, von denen einige hervorragend als Zauberer, Fabelwesen oder Elefanten geeignet sind. Man muss sich allerdings für die Suche Zeit nehmen.)

 

Man kann natürlich auch versuchen, Figuren, die nur schwer, allzu teuer oder gar nicht zu erwerben sind, selbst herstellen. Unter Selbstgemachte Figuren wird gezeigt, wie so etwas aussehen kann. 

 

Sonstiges

Schachlikspieße

Zahnstocher taugen nichts! Für Masten, Flaggenmasten, aber auch Leitern, Widder und die Rammböcke von Schildkröten sollte man besser Schaschlikspieße verwenden. Ich habe sie auch für Wagenachsen und Deichseln für Quadrigen und für Flöße verwendet. Sie sind stabiler. Man kann sogar - allerdings unter größerem Aufwand - daraus auch Brücken oder sogar Mauern basteln oder sie auf die Seitenwände von Schildkröten, Belagerungstürmen oder sogar Türmen kleben. Schaschlikspieße bekommt man in jedem Supermarkt.

Weinkorken

Ein in Scheiben geschnittener Korken, egal ob aus Kork oder Kunststoff, ergibt eine gute Unterlage für einen Fahnenmast. Die Fahne kann man z.B. zur Kennzeichnung von offenen/geschlossenen Toren hinter Mauern oder auf Türmen verwenden.

Gussäste

Plastikfiguren werden in der Regel an den Gussästen hängend verkauft. Nachdem man die Figuren davon abgetrennt hat, bleiben die Gussäste als Müll zurück. Man kann aus ihnen Widder herstellen, mitunter auch Leitern oder Gräben.